Black Stone Cherry: Hamburg, Docks, 14.11.2011
Alle Bilder: © Ben Foitzik. Verwendung jedweder Art nur mit Genehmigung des Fotografen.
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Live-Bericht: So war’s gewesen!
Riffs satt im Hamburger Docks: Black Stone Cherry und Alter Bridge machen aus einem nasskalten Regenabend eine feuchtheiße Rockparty
Auch wenn Alter Bridge gefühlt erst letzte Woche in Hamburg spielten (als Support von Three Doors Down im Stadtpark) ist das Docks schon seit langem ausverkauft – irgendetwas scheinen die Ex-Creedler und ihr sympathischer Sänger Myles Kennedy also richtig zu machen. Was, das beweist ein einziger Hördurchgang ihres aktuellen Albums AB III.
Als Support stehen die nicht minder erfolgreichen Black Stone Cherry in den Startlöchern, die den 1500 Rock-Aficionados mit ihrem glasklaren Sound und einer wilden Performance (was genau hat eigentlich Gitarrist Ben Wells genommen? Egal, es muss was Gutes gewesen sein!) mächtig einheizen. Nach ein paar rotzigen Krachern wie ‚Change’ oder ‚Shooting Star’ kommt in der Mitte des Sets der emotionale Balladen-Teil mit ‚Things My Father Said’ und ‚Peace Is Free’ – Gänsehaut! Gleich darauf geht’s dann wieder in die Vollen mit ‚White Trash Millionaire’, ‚Blame It On The Boom Boom’ und ‚Lonely Train’ – ein absolut perfekter Gig, der Lust auf die Headlinertour von Black Stone Cherry im März nächsten Jahres macht (bei der sie auch für vier Dates in Deutschland vorbeischauen).
Dann endlich packen Alter Bridge die Riffkiste aus und eröffnen mit dem sphärigen „Slip To The Void“, Opener ihres aktuellen Opus, ihr anderthalbstündiges Set. Die Menge geht von der ersten Sekunde an vorbildlich mit, der Sound ist trotz leichter Basslastigkeit ordentlich und die Musiker haben richtig Lust auf Rock ’n’ Roll und gehen mit der ihnen eigenen Passion zu Werke: Basser Brian Marshall penetriert seinen Bass wie einen besaiteten Phallus, Mark Tremonti ballt die Backen zusammen und gibt seiner Gitarre die Sporen. Myles Kennedy hingegen grient wie ein Honigkuchenpferd und spielt auf seinem Baby in zärtlichen Wiegebewegungen. Vor allem die Songs der AB III (wie ‚Ghost Of Days Gone By’, ‚I Know It Hurts’ oder ‚All Hope Is Gone’) machen mächtig Spaß und beweisen, dass Alter Bridge völlig zu Recht als erstklassige Live-Band gelten. Auch hier gibt’s mit ‚Wonderful Life’ und ‚Watch Over You’ zwei Akustik-Songs zum Durchschnaufen, die Kennedy grandios performt. Nach zwei Zugaben inklusive Gitarren-Battle zwischen Tremonti und Kennedy (bei dem es nur einen Sieger geben kann) ist dann leider Schluss mit lustig, und mit dem obligatorischen Ohrwurm im Hörkanal (‚Isolation’!) geht’s selig nach Hause. Alter Bridge – einfach immer wieder eine Reise wert!
(erschienen auf metal-hammer.de)


































