Beatsteaks: Hamburg, Sporthalle, 22.03.2011
Live-Bericht: So war’s gewesen!
Kauft man ein Ticket für eine Beatsteaks-Show, ersteht man damit nicht nur die Eintrittskarte für ein Rock-Konzert. Es ist auch ein Versprechen mit dabei: auf 90 Minuten Spaß, Spektakel und Leidenschaft. Auch an diesem Abend, vor 7000 Fans in der ausverkauften Hamburger Sporthalle, werden die Berliner wieder ausnahmslos glückliche Gesichter, schweißnasse Leiber und massiven Wadenmuskelkater hinterlassen.
Als Support haben sie den Hamburger Dendemann im Gepäck, der mit schmissigen Nummern wie “Freie Radikale GbRdH” und “Stumpf ist Trumpf 3.0″ eine energetische und sympathische Show abliefert, mit seinen rockigen Hip-Hop-Nummern aber nicht optimal mit den Beatsteaks harmoniert. Schade, hier hätte man sich eine reinrassige Rockband wie z. B. Turbostaat gewünscht – dass das funktioniert, hat man ja eine Woche zuvor in Bremen gesehen.
Zur besten Prime Time stürmen dann die Beatsteaks mit “Atomic Love” vom 2004er “Smack Smash”-Album die Bühne – ein Songtitel, der angesichts des aktuellen Weltgeschehens eine bittere Note erhält. Doch heute Abend soll das Elend der Welt draußen bleiben; auch bei einer Rock-Show geht es schließlich um Eskapismus, Ekstase, Katharsis. All das liefern heute Tracks vom Nr.1-Album “Boombox” wie die Singles “Milk & Honey” und “Cheap Comments”, die mit älteren Smash-Hits à la “Summer” oder “Let Me In”, dem verträumten “Hey Du” sowie Cover-Versionen von Nirvanas “Territorial Pissings” und Fu Manchus “Hell On Wheels” (hier: “Frieda und die Bomben”) zu einem abwechslungsreichen Rock-Potpourri verschmelzen. Die Menge goutiert’s (die alten Songs etwas euphorischer) und mutiert zum unaufhörlich wogenden Hexenkessel. Nachdem Sänger Arnim letztendlich sogar die Security zum Mitsingen animiert hat, endet ein zwar routiniertes, dadurch aber nicht minder faszinierendes Rockspektakel mit “I Don’t Care As Long As You Sing”. 90 Minuten Spaß, Spektakel und Leidenschaft – wie versprochen.
Dass die Außenwelt völlig ausgeblendet wird, stimmt übrigens nicht ganz: Während der Show fordert Arnim jeden Einzelnen auf, einen Euro fürs Rote Kreuz zu spenden – „weil die dort sind, wo was schief geht“. Auch in der B-Note machen die Beatsteaks also eine glänzende Figur.
Mehr Beatsteaks:
Interview mit Arnim auf benrocks.de
“Boombox”-Story auf benrocks.de
Bilder vom Hurricane 2010 auf benrocks.de


































