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Letzte Runde, bitte: Mit „Vergebung“ endet die „Millennium-Trilogie“ von Stieg Larsson und widmet sich der Rehabilitation von Goth-Punk-Hackerin Lisbeth Salander
Um auch die finale Verfilmung der Bestseller-Reihe angemessen beurteilen zu können, setzten wir uns wieder als cineastisches Ermittlerduo (einer hat die Romane gelesen, einer nicht) ins Heimkino-Verhörzimmer. Mit folgender übereinstimmender Erkenntnis: Im Vergleich zu den Vorgängern fällt das Finale furioso für beide Tester noch mal ein wenig ab. Was natürlich nicht heißen soll, dass es sich nicht lohnt, „Vergebung“ zu sehen. Zumal man ja ohnehin weiß: Wer die ersten Teile gesehen hat, muss auch diesen sehen – und wer sie nicht gesehen hat, muss hier weiterblättern (und mal zum Arzt).
Nach der blutigen Familienvereinigung mit Papa Zalatschenko und Halbbruder Knochenbrecher liegt Lisbeth im Krankenhaus. Ihre Rekonvaleszenz wird jedoch von Vatis Geheimdienstverwicklungen gestört, über die auch sie zu viel weiß: Um sich ihrer zu entledigen, soll Lisbeth vor Gericht für geistig gestört erklärt und in die Psychiatrie von Dr. Teleborian gesperrt werden. Gut, dass sie auf die Hilfe des Journalisten Mikael Blomkvist zählen kann, der mit seiner „Millennium“-Zeitung jedoch ebenfalls massiven Bedrohungen ausgesetzt ist.
Dass die Reihe peu à peu an Fahrt verloren hat, belegen auch die Kinobesucherzahlen: Konnte „Verblendung“ noch über 700.000 Zuschauer ziehen, waren es beim finalen „Vergebung“ nur noch etwas mehr als die Hälfte davon. Ob dies der Umbesetzung im Regiestuhl oder der Tatsache geschuldet ist, dass die komplexe Handlung in Teil zwei und drei ohne massive (und verwirrende) Kürzungen nicht mehr abzubilden ist, sei dahingestellt. Doch auch wenn „Vergebung“ letztlich zum Gerichts-Thriller mutiert, ist er immer noch ein Must-See für Larsson-Fans.
Ergo: Auf der Leinwand baut die Bestseller-Trilogie leider von Teil zu Teil ab. Wir fürchten die Hollywood-Remakes mit Daniel Craig
(erschienen in BIG PICTURE 10/2010)
Vergebung OT: Luftslottet som sprängdes, SWE 2009 R: Daniel Alfredson D: Noomi Rapace, Michael Nyqvist, Jacob Ericksson FSK: 16 Jahre L: ca. 140 Minuten Bild: 16:9 (2,35:1) Ton: DD 5.1 (Deu, Schwe) Extras: Interviews, Trailer A: Warner (NFP) Bereits erhältlichZum Beispiel hier
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