EXODUS
Woody Guthrie sagte einst über seine Gitarre „diese Maschine tötet Faschisten“. Bei Exodus-Klampfer Gary Holt sieht die Sache etwas anders aus: „Meine tötet Christen, rechte Republikaner und linke Liberale – mit jeder Menge Kollateralschaden.“ Harte Ansage, harter Typ, harte Band: Auch nach 30 bewegten Jahren sind die kalifornischen Thrash-Ikonen nicht auf Kuschelkurs und werden das mit dem für dieses Frühjahr angekündigten neunten Studioalbum „The Atrocity Exhibition – Exhibit B“ bald kakophonisch belegen. Vorher jedoch präsentieren Holt und Co. der Gemeinde mit der Doppel-DVD „Shovel Headed Tour Machine“ ein audiovisuelles Leckerli. Das prall gefüllte Package zeigt Exodus dort, wo sie sich am wohlsten fühlen – on the road, auf der Bühne, mittendrin im Moshpit des Lebens. „Wir haben immer noch das Feuer, das durchzuziehen. Ich kann es gar nicht abwarten, wieder auf Tour zu gehen! Meine Lady sagt mir schon ständig, dass ich aus dem Haus gehen soll, weil ich sie in den Wahnsinn treibe. Ich streife ständig umher, auf der Suche nach einer Beschäftigung“, erklärt Holt, warum er ohne Exodus wohl ein Fall für die Anstalt wäre. Wie man sich die fünf Drescher vom Dienst dann auf Tour vorstellen muss, ist auf den DVDs bestens dokumentiert: Neben dem fulminanten 2008er Wacken-Gig findet sich auf DVD 2 unter anderem eine hervorragende Doku, die die Metal-Legende hinter den Kulissen zeigt – manchmal sogar in romantischen „Non-Metal-Momenten“. „Wir sind eine Band, die völlig außer Kontrolle ist“, findet Holt. Absolut korrekt, findet man nach über vier Stunden Exodus-Exitus.
Exodus
“Shovel Headed Tour Machine”
Nuclear Blast
Bereits erhältlich
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