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FILMKRITIK# Stop-Loss

Bloged in Movies von admin Donnerstag August 28, 2008
Stop-Loss

STOP-LOSS

Irakkriegheimkehrer King hat seine Pflicht erfüllt, das Kleingedruckte jedoch überlesen: Per Stop-Loss-Befehl wird er trotz Dienstzeitende zurückbeordert – und taucht unter

Bevor Kimberly Peirce („Boys Don‘t Cry“) diesen Film drehte, kannte kaum jemand die „Stop-Loss“-Richtlinie. Nicht mal die US-Soldaten selbst. Sie steht im Kleingedruckten ihrer Verträge und besagt, dass der Präsident im Kriegsfall ausgediente Soldaten an die Front zurückschicken darf. Da es der Regierung schwer fällt, neue Kräfte zu rekrutieren, greift man mit diesem „Hintertür-Gesetz“ gerne auf die zurück, die ihre „Pflicht“ erfüllt glaubten.
Als Staff Sergeant Brandon King (Ryan Phillippe) aus dem Irak zurückkehrt, staunt er Bauklötze: Statt entlassen zu werden, wird er zurückbeordert. Er weigert sich, entwischt der Militärpolizei und macht sich auf den Weg zu Senator Worrell, der ihn jüngst noch dekoriert hat, um Hilfe zu erbitten.
Begleitet wird er von Jugendfreundin Michele (Abbie Cornish), die mit seinem Kumpel und Sergeant Steve liiert ist. Da dieser jedoch nach seiner Rückkehr nicht mehr klarkommt und sich in Unterhose und mit geladener Knarre im Garten eingräbt, will sie sich trennen. Auch die anderen Soldaten aus Kings Truppe drehen am Rad, und er selbst muss sich entscheiden, ob er sein altes Leben für eine neue Identität in Kanada aufgibt oder doch in den Irak zurückkehrt.
Um Authentizität zu erlangen, führte Peirce Interviews mit Soldaten und sichtet deren im Irak gedrehte Videos. Mit Erfolg: „Stop-Loss“ ist ein erschütternd reales Anti-Kriegs-Drama, das bis auf eine Straßenkampfszene wenig Gewalt, dafür aber umso krasser die durch den Krieg geschundene Psyche der Soldaten zeigt.

Ergo: Peirces zweiter Spielfilm ist ein harter Brocken und zeigt, wie die USA mit ihren „Kriegshelden“ umgehen. Traurig, tragisch und traumatisch

(erschienen in BIG PICTURE 10/2010)


BEWERTUNG

Harry Brown
OT: Stop-Loss, USA 2007 R: Kimberly Peirce D: Ryan Phillippe, Joseph Gordon-Levitt, Rob Brown, Channing Tatum, Victor Rasuk, Abbie Cornish, Terry Quay FSK: 16 Jahre L: ca. 113 Minuten Bild: 16:9 (1,78:1) Ton:DD 2.0 (Deu, Eng, Tür) Extras: Audiokommentar, Making-of, Featurettes, entfallene Szenen A: Ascot Elite Bereits erhältlich Zum Beispiel hier



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